Systemische Theorie

 

 

Für Menschen, die es genauer wissen wollen, gibt es hier Informationen über Systemisches Denken. Diese theoretischen Darstellungen bieten natürlich nur einen kleinen Ausschnitt.

Ich hoffe, dass sie trotz der Kürze verständlich sind. Gerne beantworte ich Ihre Fragen dazu.

SystemTroi Systemische Beratung Theorie Tobias de le Roi

Grundlegende Informationen

Was versteht man unter einem System?

Ein System besteht aus einer mehreren Mitgliedern, die miteinander verbunden sind. Es gibt einen Grund für die Existenz des Systems, es hat Grenzen nach außen und verschiedene innere Ebenen. Es wird durch individuelle Werte und eine eigene Sprache gekennzeichnet. Jede Familie und jedes Team ist ein System, aber auch die Kirche, ein Sportverein oder die beiden einzigen weiblichen Mitarbeiterinnen in einer Firma.

Woher kommt die Systemische Therapie?

Die Systemische Therapie ist ein psychotherapeutisches Verfahren. Sie ist von vielen Menschen in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in den USA und Europa entwickelt worden. Systemisches Gedankengut hat Einfluss auf viele andere Gebiete genommen wie z.B. die Biologie, Soziologie oder Philosophie.

Was macht die Systemische Therapie aus?

 

Die Systemische Therapie lässt sich mit einem Baum vergleichen. Es gibt unterschiedliche Wurzeln (Strömungen) und einen Stamm, der für gemeinsame Überzeugungen steht. Dieser Baum ist lebendig, wächst und verändert sich permanent. Für mich macht die Systemische Therapie vor allem Menschlichkeit, Vielfalt und Kreativität aus.

Wichtige Ideen der Systemischen Therapie

 

Eine grundlegende Annahme der Systemischen Therapie ist es, dass allen Menschen ausreichend Ressourcen zur Verfügung stehen, um Probleme überwinden und daran wachsen zu können. Daher ist der Blick immer auf positive Potentiale gerichtet. Es geht darum, Lösungen zu entwickeln und zu gestalten.

Die Umwelt, so wie wir sie wahrnehmen, ist unsere Erfindung.

                                          Heinz von Foerster

Blick auf Ressourcen und Lösungsorientierung

Die Systemische Therapie betrachtet den Menschen im Zusammenhang seiner sozialen Umwelt und seiner „Wurzeln“. Sein Verhalten entsteht in einem hochkomplexen Bedingungsfeld voller Wechselwirkungen und kann nicht durch eineindeutige (monokausale) Ursache-Wirkungs-Prinzipien erklärt werden.

Menschliches Leben findet unter hochkomplexen Bedingungen mit Wechselwirkungen statt.

Menschlichem Verhalten wird auch ein kommunikativer Aspekt zugesprochen, d.h. ein Verhalten ist immer auch eine Botschaft an andere. Einen Systemiker interessiert, welche Erklärungen Klienten für ein Verhalten haben oder welche Funktion es besitzt. Es geht nicht um die Ursachenforschung von Verhalten oder gar eine Problemanalyse.

Verhalten ist auch Kommunikation.

Systemiker vertreten die Auffassung, dass jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit erzeugt, es also keine allgemeingültige Realität gibt. Diese individuelle Konstruktionsleistung entsteht durch das Filtern von Sinneseindrücken und dem anschließenden Interpretieren und Bewerten von Informationen. Daher sind auch die Einstellungen und Erfahrungen eines Menschen für die Frage von großer Bedeutung, welche Wirklichkeit er sich schafft. Oder wie es ein geflügeltes systemisches Wort kurz zusammen fasst:  Der Beobachter macht die Beobachtung.

Es gibt nicht die Wahrheit, sondern unendlich viele Wirklichkeiten.

 

Der Glaube, es gebe nur eine Wirklichkeit, ist die gefährlichste Selbsttäuschung.

 

                                                 Paul Watzlawick